MUT
HAT EINESTIMME.வீரம்
Avvaiyar, die Dichterin, deren Verse tamilische Kinder seit Generationen lernen. Valliammai, die als Teenager gegen Unrecht aufstand. Zwei Stimmen, die bis heute nachklingen.
ZWEI FRAUEN · ZWEI ZEITALTER
SIE HABEN
GESCHICHTE
GESCHRIEBEN.
Avvaiyar, die Dichterin, deren Worte Weltreiche überdauert haben. Valliammai, die mit 16 für Gerechtigkeit ihr Leben gab. Für Töchter, Mütter, Ammammas – und alle, die ihnen zuhören.
கற்றது கைமண் அளவு, கல்லாதது உலகளவு
YĀTUM ŪRĒ YĀVARUM KĒḶIR
„Was wir gelernt haben, ist eine Handvoll Sand. Was wir nicht wissen, ist so gross wie die Welt.“
-
SANGAM-ZEIT
AVVAIYAR – DIE DICHTERIN
Avvaiyar ist ein Ehrentitel, den mehrere Dichterinnen über Jahrhunderte trugen. Die frühe Avvaiyar beriet Könige. Eine spätere schrieb das Āttichūḍi – kurze Lebensregeln, mit denen tamilische Kinder bis heute lesen lernen. Erste Zeile: «Wünsche dir, Gutes zu tun.»
-
1913
VALLIAMMAI – DIE KÄMPFERIN
Geboren 1898 in Johannesburg als Tochter tamilischer Einwanderer. 1913 schloss sie sich dem gewaltfreien Widerstand gegen rassistische Gesetze in Südafrika an – auch gegen ein Urteil, das hinduistische und muslimische Ehen für ungültig erklärte. Sie wurde verhaftet und zu Zwangsarbeit verurteilt.
-
1914
MIT 16 JAHREN
Im Gefängnis erkrankte sie schwer und starb im Februar 1914, kurz nach ihrer Freilassung. «Who would not love to die for one's motherland?», antwortete sie – überliefert von M. K. Gandhi.