Arikamedu: Als tamilische Häfen mit Rom handelten

Arikamedu liegt wenige Kilometer südlich von Puducherry an der Ostküste Indiens. Heute ist hier vor allem Grün und Wasser zu sehen – doch vor rund 2.000 Jahren war dieser Ort ein geschäftiger Hafen, an dem Schiffe aus dem ganzen Indischen Ozean anlegten.

Funde aus dem Mittelmeer

Bei Ausgrabungen in den 1940er-Jahren, unter anderem durch den britischen Archäologen Mortimer Wheeler, kamen römische Amphoren für Wein und Olivenöl, feine rote Arretina-Keramik aus Italien, Glas und Münzen zum Vorschein. Sie belegen: Zwischen dem 2. Jahrhundert vor und dem 2. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung bestanden direkte Handelsbeziehungen zwischen der tamilischen Küste und dem Römischen Reich.

Was die Tamilen exportierten

Begehrt waren Pfeffer, Perlen, Edelsteine, feine Baumwollstoffe und Glasperlen, die in Arikamedu selbst hergestellt wurden. Auch die Sangam-Dichtung erzählt von „Yavanas“ – Händlern aus dem Westen –, die mit Gold kamen und mit Pfeffer abreisten.

Ein Volk der Meere

Arikamedu zeigt: Tamilen waren schon vor 2.000 Jahren mit der Welt verbunden. Die Diaspora von heute steht in einer langen Tradition von Menschen, die über das Meer gereist sind – und ihre Kultur mitgenommen haben.

Unser ARIKAMEDU-Motiv mit Schiff, Amphore und Kompass erinnert an diese Zeit.

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